Im Januar 2006 kam mir die Idee, mein altes Servergehäuse so richtig aufzuarbeiten. Mein derzeitiges Computergehäuse war so ausgereitzt, da ging nichts mehr. Von innen total verbaut, keine Ausbaumöglichkeit mehr.

Also, ab in den Keller und das alte Gehäuse ausgegraben. Der Servertower bietet an der Vorderseite 10 Einschübe à 5,25" Platz, mehr dazu aber später. Zuerst habe ich sämtliche Kabel und Kunststoffteile entfernt, damit diese während er Renovierung nicht in mitleidenschaft geraten.


Mein altes Gehäuse mit Seitendeckel und ohne.

Nachdem ich die Verkleidung entfernt habe, bin ich beigegangen die Ausschnitte für die Seitenfenster auszusägen. Auf der linken Seite kamen zwei Fenster in die Gehäusetür. In der Mitte verläuft ein Träger, daher kann die Scheibe nicht in einem Stück eingesetzt werden. Auf der rechten Seite kommt nur eine kleine Scheibe in die obere Hälfte. Auf der Rückseite rechts wird eine schmale Scheibe eingesetzt, hier kommt später der Ausgleichsbehälter für die Wasserkühlung hin. Oben in der Rückseite wird ebenfalls für das Netzteil eine Acrylglasscheibe eingesetzt.


Linke und rechte Tür, hintere Seite des Gehäuses.

Als nächstes habe ich die Türen im Abstand von 10mm vom Rand im regelmäßigen Abstand von 6 bis 10cm gebohrt. Die Acryglasscheiben sind dann nochmal 10-15mm größer am Rand auf die richtige größe abgesägt. Die Bohrungen in der Acryscheibe bringt man am besten zu zweit an, indem einer die Scheibe im Gehäuse an die richtige Stelle fixiert und eine zweite Person die Bohrungen von Außen makiert (Am besten mit einem CD-Schreiber, der lässt sich nicht verwischen).


Rechte und Linke Tür, gebohrt mit angezeichneten und gesägten Acrylglas.

Nachdem die Acryglasscheiben gebohrt sind, habe ich Sie noch einmal eingeschraubt und alle Bohrungen auf richtigen Sitz getestet. Als Schrauben benutze ich simple M4 x 10mm Schrauben mit Hutmuttern, das sieht recht gut aus. In Chrom, Messing oder VA siehts nochmal so gut aus. Nachdem ich die Türen lackiert habe, wurden die Schutzfolien fon den Scheiben entfernt und korrekt eingebaut.  Auf der Acrylseite habe ich noch eine Unterlegscheibe eingesetzt. Als Farbe habe ich mich für Silber Methalik antschieden, meine Blenden werden hauptsächlich schwarz sein. Die Frontblende habe ich ebenfalls schon lackiert und montiert. Das Gehäuse is jetzt als nächstes dran.


Gehäuse mit fertigen Türen und Frontblende

Jetzt wurde noch der Rest vom Gehäuse lackiert und zuvor der Deckel ausgesägt wo später der Radiator eingesetzt werden sollte. Das Montieren ging dann so schnell, dass ich ganz vergessen habe zwischendurch Fotos zu machen, deshalb hier das Endergebnis.

Komplett montierter PC

Die zehn 5 1/4 Zoll Einschübe sind jetzt wie folgt belegt:

1. und 2. Einschub:
Schalter in einer Plexiglasscheibe mit Statusanzeige über blaue LED. Hier können alle Lüfter einzeln von Automatikbetrieb (über Temperatursensoren) auf Handbetrieb (Potentiometer) umgeschaltet werden. Außerdem lässt sich hier die Beleuchtung im PC ein- und ausschalten.

3. Einschub:
L.I.S. Blue Eye, auf dem Display lassen sich alle möglichen Informationen abrufen, außerdem ist eine Lüftersteuerung mit eingebaut, die aktuall nach CPU-Auslastung oder Temperatur vier Lüfter steuern kann.

4. Einschub:
Manuelle Lüftersteuerung über Potentiometer, Anzeige über Temperaturen im Gehäuse, ich lasse hier Kühlmittel-, Festplatten-, Gehäuse- und Grafikkartentemperatur anzeigen.

5. und 6. Einschub:
2 x DVD doppel Layer Brenner, 16Fach.

7. bis 9. Einschub:
Festplattenbay mit vier Festplatten, durch einen geregelten Lüfter gekühlt.

10. Einschub:
3 1/2 Zoll Diskettenlaufwerk in kombination mit einem CardReader.

hinter der Abdeckung unter der Flppy ist ein weiterer 120mm Lüfter angebracht zum kühlen der Festplatten die hier noch eingebaut werden sollen. Dann sind im PC vier 120GB SATA Festplatten die dann ein RAID 5 bilden. Zusätzlich laufen eine 40 und eine 160GB Festplatte im Rechner.

Die Wasserkühlung


Pumpe mit Ausgleichsbehälter

Das Herz der Wasserkühlanlage bildet eine EHEIM 1048 und ein 400ml Ausgleichsbehälter. Die Pumpe ist Keramikgelagert und superleise, steht zusätzlich noch auf Gummifüßen zur reduzierung der Vibrationsgeräusche.


CPU- und GPU-Kühler

Für die CPU wurde ein CUPLEX XT eingesetzt, mit bewerter Düsentechnik und Rückführkanäle, damit die CPU (AMD 64 mit 3500+ GHz) gut gekühlt wird (45°C unter Vollast).

Die Grafikkarten (2 x MSI NX 6600GT im SLI Modus) sind mit jeweils einen aquagra FX 6600 PCIe gekühlt. Über den Verteiler bekommen alle Kühlkörper gleichmäßig kaltes Kühlmittel. Der Chipsatz ist ebenfalls Flüssigkeitsgekühlt, auf dem Bild aber nicht sichtbar.


Radiator und Heckanschlüsse

Oben im Gehäuse ist ein Nexxxos extrem tripple eingebaut, der Radiator ist mit drei 120mm Lüftern bestückt, von denen sich zwei bei nichtbenutzen der Grafikkarte abschalten. Alle Lüfter sind selbstverständlich temperaturgeregelt. Im unteren Bildrand erkennt man das Tagan Netzteil mit 580 W Leistung.

Auf der Rückseite kann über zwei selbstdichtende Anschlüsse ein weiterer Radiator angeschlossen werden, der bei mir im Schrank eingebaut ist, das gibt nochmal extra Kühlleistung für ganz heiße Tage. Der Extraradiator fasst 1,4l Kühlmittel und wird über einen 300mm Drehstromlüfter gekühlt, dieser selbstverständlich temperaturgeregelt über einen Frequenzumrichter betrieben wird.

Und hier nochmal extra für Joggels mit blauem Licht beleuchtet:


Geschlossen mit blauen Licht:                        Geschlossen mit Schwarzlicht: